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FGH untersucht Flexibilitätsoptionen und Speicherintegration für GIZ in Griechenland

Themen: News, Netzbetrieb, Verteilnetz
FGH untersucht Flexibilitätsoptionen und Speicherintegration für GIZ in Griechenland

24.06.2019 - Ende April 2019 konnte der Projektabschluss vermeldet werden: In den vorangegangenen 9 Monaten analysierte die FGH im Auftrag der GIZ europäische Vorgaben sowie Ansätze in verschiedenen europäischen Mitgliedsländern bezüglich der Implementierung von diversen Demand Response Programmen (DR, dt. Laststeuerung) im Verteilnetz. Der Auftrag der GIZ an die FGH erfolgte im Rahmen des Projektes „Technical Assistance for Distribution Network Issues in Greece“, das von der Europäischen Kommission und dem deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziert wird. Letztendlicher Empfänger der Leistungen der FGH war der griechische Verteilnetzbetreiber HEDNO.

Hintergrund dieser Unterstützung ist die neugefasste EU Richtlinie 2019/944 zum Elektrizitätsbinnenmarkt, in der die Beschaffung von Flexibilitätsleistungen einschließlich Laststeuerung durch die Verteilnetzbetreiber vorgesehen ist. So soll ein kostspieliger Netzausbau reduziert bzw. vermieden werden. Hierfür ist gemäß der EU-Richtlinie vorgesehen, dass die EU Mitgliedstaaten einen entsprechenden Regelungsrahmen etablieren.

Der zweite Teil des gemeinsamen Projektes umfasste die technisch nachhaltige Integration von Speicheranlagen in das Netz, um sich für eine mögliche zukünftig starke Durchdringung vorzubereiten. Diese Fragestellung wurde durch die seit Ende April 2019 verpflichtende Implementierung des ENC RfG (European Network Code – Requirements for Generators) gemäß der EU-Verordnung 2016/631 flankiert.

Das Ergebnis der FGH-Untersuchung waren zum einen kurz-, mittel- und langfristige Konzepte für die erfolgreiche Einführung eines Demand Response Programms unter besonderer Berücksichtigung der Charakteristik des griechischen Verteilnetzes. Dabei brachte die FGH ihre Expertise nicht zuletzt aus der Beteiligung an dem durch das BMWi geförderten Forschungsprojekt SINTEG gezielt ein. Zum anderen definierte die Forschungsgemeinschaft technische Anforderungen an elektrische Eigenschaften, Sicherheitsbestimmungen, Vorgaben zur Messung sowie ein Nachweisverfahren zur Sicherstellung der Richtlinienkonformität. Diese Aspekte sind nun im Rahmen der nationalen griechischen Konsultation dafür geeignet, in die neuen Netzanschlussrichtlinien in Griechenland integriert zu werden.

Inzwischen kann die Aufnahme eines Folgeprojektes in gleicher Konstellation mit der FGH als unterstützendem Dienstleister vermeldet werden. Nahtlos startete das Projekt Anfang Mai 2019, in welchem die FGH Szenarien unterschiedlicher Durchdringungsraten von Ladesäulen bzw. Elektrofahrzeugen in das griechische Verteilnetz untersucht. Außerdem soll sie geeignete technische Anforderungen unter Berücksichtigung innovativer Ansätze wie des Smart-Charging ableiten. Auch in diesem Projekt kann die FGH auf ihre einschlägigen Fachkenntnisse aus der im Rahmen für den VDE | FNN sowie den BDEW durchgeführten Metastudie Forschungsüberblick – Netzintegration Elektromobilität zurückgreifen.

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