Messdienstleistungen Einzelnachweisverfahren

Messdienstleistungen Einzelnachweisverfahren

Das Einzelnachweisverfahren findet Anwendung bei  Anlagen, in denen eine klassische Fault-Ride-Through (FRT) -Vermessung mit Prüfcontainer aus ökonomischen oder technischen Gründen nicht durchgeführt werden kann und eine Einheitenzertifizierung als Grundlage der Konformitätsbewertung auf Projektebene damit ausscheidet. Durch das Einzelnachweisverfahren wird dennoch eine Zertifizierung der gesamten Erzeugungsanlage auf der Projektebene ermöglicht. Das Verfahren ist für Kraftwerke mit Synchrongeneratoren jeder Leistungsklasse anwendbar und insbesondere für projektspezifisch individuell konfigurierte Erzeugungsanlagen mit sehr leistungsstarken Synchrongeneratoren geeignet. Anlagenbetreibern eröffnet sich damit die Möglichkeit einer unabhängigen und rechtssicheren Nachweisführung für ihre Erzeugungsanlage, für welche die FGH in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern das vollständige Leistungsspektrum bestehend aus Vermessung, Modellerstellung, Konformitätsstudien und Zertifizierung abdeckt.

Zertifizierungsverfahren Typ 1 (ZV-Typ 1)

Anlagen- und Einheitenzertifikate im Zertifizierungsverfahren für netzgekoppelte Stromerzeugung mit Synchrongenerator

In Revision 8 der Technischen Richtlinie Nr. 8 des FGW e.V. ist die Ausgestaltung eines Zertifizierungsverfahrens für netzgekoppelte Stromerzeugung mit Synchrongenerator festgeschrieben. Dieses Nachweisverfahren findet Anwendung bei Anlagen, bei denen aus technischen oder wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Einheiten- und nachgelagerte Anlagenzertifizierung nicht sinnvoll möglich ist. Das Verfahren ist als mehrstufiger Prozess vorgesehen, bei dem eine Kombination aus Konformitätsstudie und Zertifikat zum Nachweis der Richtlinienkonformität genügt.

  • In der Planungsphase werden, basierend auf Herstellerangaben und der projektbezogenen Dokumentation, die erforderlichen Berechnungen angestellt. Das Verhalten im Fehlerfall wird hierbei durch ein passend parametriertes generisches Modell abgebildet. Die Ergebnisse werden in einer vorläufigen Konformitätsstudie zusammengefasst und finden in einem Anlagenzertifikat S1 Verwendung. Dieses Zertifikat kann vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber eingereicht werden.
  • Nach Durchführung von projektspezifischen Vermessungen nach Inbetriebnahme der Anlage werden vorher festgelegte Parameter zur Validierung des im ersten Schritt erstellten Anlagenmodells ermittelt. Mit dem validierten Modell werden die Berechnungen des Anlagenverhaltens erneut durchgeführt und in einer endgültigen Konformitätsstudie zusammengestellt. Das darauf basierende abschließende Anlagenzertifikat S2 bildet das Anlagenverhalten möglichst genau ab und dient dem Netzbetreiber und dem Anlagenbetreiber als Nachweis der Richtlinienkonformität.

Die Verfahrensvorgaben für die Vermessung der Anlagenparameter sowie der Validierung des Modells sind in den aktuell gültigen Fassungen der technischen Richtlinie 3, Rev. 24 bzw. 4, Rev. 8 der FGW e.V. festgelegt. Wenn Sie an diesem Verfahren interessiert sind, sprechen Sie uns gerne an.

Power Quality Messung

Das Prüflabor der FGH Zertifizierungsgesellschaft mbH bietet Messungen und Tests der elektrischen Eigenschaften von Erzeugungsanlagen gemäß FGW-TR3 an. Insbesondere werden die Bereiche Netzverträglichkeit und Regelfähigkeit abgedeckt. Für die schnelle Durchführung und Auswertung dieser anspruchsvollen Messung gemäß den Vorschriften der FGW-TR3 an Ihrer Erzeugungsanlage stehen Ihnen unsere hochqualifizierten und erfahrenen Prüfingenieure gerne zur Verfügung.

Ihr Ansprechpartner
Julian Langstädtler
Julian Langstädtler
Bereichsleiter Innovation & Consulting
+49 40 76629 2361
julian.langstaedtler@fgh-ma.de