Bei der Übertragung von elektrischer Energie wird zunehmend auf kabelgebundene Systeme gesetzt. Für einen wirtschaftlichen Betrieb der Kabelstrecken muss eine hohe Lebensdauer der Energiekabel bei allen Verlegeanordnungen sichergestellt werden. Dazu reicht eine thermische Auslegung der Kabeltrassen nach DIN VDE 0276-620 und DIN VDE 0276-1000 meist nicht aus. Stattdessen werden spezialisierte Kabelberechnungstools, welche die Thermik der Kabel in der geforderten Verlegeanordnung im spezifischen Boden modellieren, zur Bestimmung der Strombelastbarkeit eingesetzt.
Wesentliche Aspekte
- Wirtschaftliche Aspekte:
- Kosteneinsparung durch geringere Kabelquerschnitte bei der Planung
- Vermeidung von Lebensdauerverkürzung durch thermische Überlastung
- Sicherheit: Sicherer Betrieb durch Betrachtung von zukünftigen Belastungsszenarien
- Realitätsnahe Simulationen:
- Fundierte Belastbarkeitsanalyse anstelle konservativer Standardannahmen
- Einfache Anordnungen: Bestimmung der Strombelastbarkeit der Kabelsysteme mit Reduktionsfaktoren nach DIN VDE 0276-620 und -1000
- Komplexe Anordnungen: Berechnung nach IEC 60287
- Individuellen Lastgänge: Berechnung nach IEC 60287 / IEC 60853 oder mittels FEM-Simulation
- Verlegeanordnungen
- Kreuzung von Kabeltrassen AC und DC (HGÜ)
- Unterquerungen von Straßen, Bahntrassen und Gewässern
- Verlegungen tiefer als 1,2 m
- Kabelsystemhäufungen oder Mehrkabelsysteme in Rohrverlegungen
- Bewertung der Seebodenerwärmung (2K-Kriterium) gemäß Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
- Unterschiedliche Querschnitte in einer Verlegeanordnung
Unsere Unterstützung für Sie
Sie sind Netzbetreiber oder Projektierer für Kabeltrassen und wissen nicht, ob ihre geplanten oder bestehenden Kabelsysteme die aktuellen oder zukünftigen Ströme sicher übertragen können? Wir übernehmen für Sie die Kabelauslegung. Mit unseren Simulationsergebnissen stellen Sie sicher, dass Ihre Kabelsysteme auch künftig zuverlässig höchsten Anforderungen gerecht werden.
- Wir ermitteln die maximal mögliche Übertragungsleistung
- Reduktionsfaktoren DIN VDE 0276-1000
- Simulationen nach IEC 60287
- FEM-Simulationen
- Wir berücksichtigen unterschiedliche Verlegeanordnungen und regionale Besonderheiten
- z.B. Rohrverlegung, Seeverlegung, Kreuzungen
- z.B. thermischer Erdbodenwiderstand, Bodentemperatur
- saisonale Änderungen der Umgebungsbedingungen
- Wir berücksichtigen parallele und querende Systeme
- z.B. Bestandskabel, Fernwärme
- Wir berechnen zyklische und transiente Lastgänge
- nach IEC 60835 mit Ihren Messdaten
- Wir optimieren den benötigten Kabelquerschnitte zur Übertragung der geforderten Leistung
- Wir bestimmen die optimale Verlegeanordnung bei Mehrkabelsystemen
- Wir berechnen den zulässigen Kurzschlussstrom für Energiekabel gemäß IEC 60949
Kabelthermische Analysen stellen sicher, dass Energiekabel im realen Betrieb nicht überlastet werden und keine unzulässigen Temperaturen auftreten. In der Praxis zeigen sich kritische Situationen häufig an sogenannten „Hot Spots“, zum Beispiel bei Kabelhäufungen. Gerade dort kann sich Wärme stauen, obwohl einzelne Leitungen nach Standardtabellen noch ausreichend dimensioniert wirken. Die Analyse berücksichtigt reale Bedingungen wie Verlegeart, Umgebungstemperatur und Lastverteilung und verhindert so Überhitzung, Isolationsschäden oder Ausfälle. Dadurch wird eine sichere und gleichzeitig wirtschaftlich optimierte Auslegung der elektrischen Infrastruktur ermöglicht.
Ihr Vorteil einer Zusammenarbeit
Mit der FGH als Partner profitieren Sie von einer einzigartigen Kombination aus wissenschaftlicher Expertise, langjähriger Praxiserfahrung und einem tiefen Verständnis für die Anforderungen moderner Energieversorgungsnetze. Die FGH begleitet die Entwicklung elektrischer Energiesysteme seit mehr als einem Jahrhundert. Dieses gewachsene Know-how ermöglicht fundierte Bewertungen und belastbare Ergebnisse – auch bei komplexen Fragestellungen. Aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Normung fließen direkt in die Projektbearbeitung ein und schaffen einen entscheidenden Mehrwert für unsere Kunden. Unsere Berichte zeichnen sich durch technische Tiefe, Transparenz und Verständlichkeit aus. Sie liefern nicht nur Ergebnisse, sondern schaffen eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Netzbetreiber, Planer und Betreiber elektrischer Anlagen.
Energieversorger, Netzbetreiber und Industrieunternehmen vertrauen auf die unabhängige Expertise der FGH.