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Hochspannungsbeeinflussung

Hochspannungsbeeinflussung (HSB)

Wenn Rohr- oder Telekommunikationsleitungen in der Nähe von Hochspannungsfreileitungen oder Bahnoberleitungen verlaufen, werden elektrische Spannungen und Ströme eingekoppelt. Diese sogenannte Hochspannungsbeeinflussung (HSB) entsteht durch induktive, kapazitive oder ohmsche Kopplung und kann zu gefährlichen Berührungs- und Schrittspannungen führen oder Anlagen gefährden. Besonders kritisch wird es im Fehlerfall, wenn hohe Kurzschlussströme auftreten. Aber auch übliche Betriebsströme können zu Beeinflussungen führen, etwa beim Kathodischen Korrosionsschutz (KKS).

Risiken bei Missachtung von Beeinflussungsfaktoren

  • Steigende Netzlasten: Durch die Erhöhung der Übertragungsleistung (EnWG §49 b: Temporäre Höherauslastung) sind künftig mehr Leitungen betroffen, auch solche, die bisher als unkritisch angesehen wurden.
  • Gefährdung für Personen: Eingekoppelte Spannungen können bei Arbeiten an Rohrleitungen lebensgefährlich sein.
  • Gefährdung von Anlagen: Beeinträchtigung des kathodischen Korrosionsschutzes (KKS). Störung von Kommunikationsanlagen. Andere parallele Freileitungen bzw. Mitnahmeleitungen werden beeinflusst (Steigerung der Unsymmetrie, fehlerhafte Erdschlussmeldungen, etc.). 
  • Rechtliche Vorgaben: Grenzwerte und Schutzmaßnahmen sind in Normen wie den Arbeitsblättern des DVGW (z.B.: GW 22), den AfK-Empfehlungen, den Technischen Empfehlungen der SfB, oder der Normenreihe DIN VDE 0845 festgelegt.

Unsere Unterstützung für Sie

Sie müssen Risiken durch Hochspannungsbeeinflussung frühzeitig erkennen, fachgerecht bewerten und geeignete Maßnahmen ableiten? Das übernehmen unsere nach DVGW GW 29 zertifizierten Mitarbeiter für Sie:

  • Vorprüfung: Prüfung anhand von Lageplänen, Netzdaten und einschlägigen Richtlinien zur Einschätzung, ob eine Beeinflussung möglich ist.
  • Detailuntersuchung und Berechnung: Analyse und rechnerische Bewertung der Beeinflussung im Betriebs- und Fehlerfall.
  • Bewertung der Beeinflussungen: Prüfung, ob unzulässige Beeinflussungen oder kritische Gefährdungen vorliegen.
  • Maßnahmenkonzepte: Ausarbeitung geeigneter Schutzmaßnahmen bei kritischer Beeinflussung, zum Beispiel durch Potenzialausgleich, Erdung oder isolierende Maßnahmen. Iterierende Überprüfung der Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen.

Ihr Vorteil einer Zusammenarbeit

Bei der Bewertung von Hochspannungsbeeinflussungen verbindet die FGH rund 100 Jahre Erfahrung in der elektrischen Energieversorgung mit der fachlichen Tiefe aus Forschung und Dienstleistung sowie einer Zertifizierung nach DVGW GW 29. So entstehen ganzheitliche Bewertungen, belastbare Nachweise und praxisgerechte Empfehlungen für den sicheren Betrieb benachbarter Infrastrukturen.

 

Sie haben Fragen? Dann sprechen Sie uns an! Ihr Ansprechpartner:

Dr.-Ing. Gregor Brammer
Dr.-Ing. Gregor Brammer
Leitung
Forschung & Entwicklung
Energietechnische Anlagen
+49 621 976807-13
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