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"Die Energiewende im Stromnetz ist ohne Leistungselektronik nicht realisierbar"

Themen: News, Veranstaltungen
"Die Energiewende im Stromnetz ist ohne Leistungselektronik nicht realisierbar"

Prof. Dr.-Ing. Jutta Hanson steht FGH Rede und Antwort. Vom 12. bis 14. Mai findet das FGH-Webinar „Leistungselektronische Anwendungen in elektrischen Netzen“ statt.

28.04.2020 - Die Bedeutung leistungselektronischer Komponenten in der elektrischen Energieversorgung hat stark zugenommen. Die Leistungselektronik ist nicht nur auf der Verbraucherseite zu finden, sondern wird für nahezu alle Netzanbindungen von Erzeugungseinheiten im Bereich Photovoltaik sowie Windenergie eingesetzt – und auch für Betriebsmittel der Übertragung und Verteilung verstärkt diskutiert.

Im FGH-Webinar „Leistungselektronische Anwendungen in elektrischen Netzen“ vom 12. – 14. Mai wird eine kompakte Darstellung der theoretischen Grundlagen zu leistungselektronischen Bauelementen und der Systematik von Umrichterschaltungen und deren Regelung gegeben. Darauf aufbauend werden Anwendungen leistungselektronischer Betriebsmittel vertiefend behandelt, u.a. stromrichtergespeiste Antriebe, Windenergie- und PV-Anlagen und HGÜ-Systeme. Weiterhin werden Fragen zur Modellierung leistungselektronischer Komponenten für Netzberechnungen einerseits und für dynamische Simulationen andererseits behandelt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf praxisgerechte Vorgehensweisen und Zusammenhänge mit den Netzanschlussregeln gelegt.

Im Gespräch mit Prof. Dr.-Ing. Jutta Hanson zur Leistungselektronik
Im Vorfeld zu diesem Webinar hat die Leiterin unserer Weiterbildung, Andrea Schröder, ein Interview mit Prof. Dr.-Ing. Jutta Hanson geführt, der langjährigen Tagungsleiterin des FGH Seminars „Leistungselektronische Anwendungen in elektrischen Netzen“ und Professorin an der Technischen Universität Darmstadt.

A. Schröder: Dezentrale Erzeugungsanlagen wie PV-Anlagen und Windenergieanlagen, aber auch Speicher werden heute über Leistungselektronik in das Nieder-, Mittel- und Hochspannungsnetz integriert und ermöglichen deren netzdienlichen Einsatz. In Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist die Leistungselektronik eine der zentralen Komponenten des elektrischen Antriebsstrangs. Wäre die Energiewende ohne Leistungselektronik undenkbar?
Prof. Dr.-Ing. J. Hanson: Die Energiewende im Stromnetz ist ohne Leistungselektronik nicht realisierbar. Die Energiewende bedeutet den verstärkten Einsatz von Leistungselektronik, sowohl in der Übertragungstechnik (HGÜ, FACTS), bei den Erzeugungseinheiten (PV, Windenergieanlagen), bei Speichern (Batterie), aber auch bei Verbrauchern, vor allem im Verkehrsbereich (E-Autos).

A. Schröder: Welche relevanten Neuerungen gab es im Bereich der Leistungselektronik in den vergangenen Jahren, die wesentliche Enabler für die Energiewende waren?
Prof. Dr.-Ing. J. Hanson: Die Einführung der abschaltbaren Ventile war eine bedeutende Voraussetzung zur Integration großer Anteile Leistungselektronik ins Netz. Energieeffizienz und Regelbarkeit werden immer bedeutende Faktoren für den Einsatz von Leistungselektronik sein.   

A. Schröder: Welche – nach aktuellem Stand – möglichen weiteren Anwendungsgebiete könnten sich zukünftig für die Leistungselektronik ergeben?
Prof. Dr.-Ing. J. Hanson: Neben den bereits aufgeführten zahlreichen Anwendungsgebieten, welche sich in einer ständigen Weiterentwicklung befinden, sind neue Anwendungsgebiete durch einen geänderten Netzbetrieb denkbar: z.B. Betriebsmittel für die dynamische und/oder stationäre Leistungsflusssteuerung bzw. -regelung.

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