Modellierung und Validierung

Modellierung und Validierung

Weltweit bilden Simulationsmodelle von Erzeugungseinheiten und Erzeugungsanlagen eine fundamentale Voraussetzung für die Untersuchung und Planung der Auswirkungen von Netzanschlüssen und Versorgungssystem. Wir entwickeln und implementieren in diesem Zusammenhang präzise dynamische Simulationsmodelle von Erzeugungseinheiten und Komponenten zur Untersuchung der Systemstabilität und der Regeleigenschaften. Abgestimmt auf die Präferenzen und Erfordernisse des Kunden und der betreffenden Zielmärkte verwenden wir in diesem Zusammenhang unterschiedlich Softwareumgebungen zur Modellimplementierung und Modellierung. Hierzu zählen:

  • DIgSILENT PowerFactory
  • MATLAB Simulink
  • Siemens PSS/E
  • PSCAD

Zur Modellerstellung greifen wir auf technische Datenblätter, Herstellererklärungen, Blockschaltbilder und systemtheoretische Beschreibungen, Entwicklungsmessungen und/oder Prüfberichte zurück. Wir führen ferner Modellübertragungen durch, d.h. den Transfer von einer Netzberechnungssoftware in eine andere und stellen anschließend einen Modell-Modell-Vergleich um die Qualität und Abbildungsgenauigkeit zu gewährleisten.
Modellierungen finden bei uns häufig Anwendung für:

  • Windenergieanlagen, z.B. DFIG oder Vollumrichter
  • Umrichtersysteme, z.B. PV-Wechselrichter, Speicher oder Ladesäulen
  • Verbrennungskraftmaschinen, z.B. BHKW, Gasturbine oder Dampfturbinen
  • Kraftwerkskomponenten, z.B. Synchrongenerator, AVR, Spannungsregler oder Governor
  • EZA-Komponenten, z.B. EZA-Regler/Parkregler oder Kompensationseinrichtungen
  • Netzregelungseinheiten, z.B. FACTS

In Deutschland ist für zur Erlangung der erfolgreichen Einheitenzertifizierung und Komponentenzertifizierung ein validiertes Simulationsmodell einzureichen. Wir validieren unsere eigenen oder vom Hersteller erstellten Simulationsmodelle nach sowohl nationalen Standards wie z.B. der deutschen FGW-TR4 oder spanischen PVVC, als auch nach internationalen Vorgaben und Validierungsverfahren wie z.B. der Standard IEC 61400-27, an dessen inhaltlicher Erstellung und Gestaltung die FGH signifikant mitgewirkt hat. Zur Validierung werden Messergebnisse von uns aufbereitet und ausgewertet, um den Vergleich zwischen Messung und Simulation fachmännisch durchführen zu können. Erfolgreich validierte Simulationsmodelle können nachgelagert in Berechnung und Simulation von projektspezifischen Erzeugungsanlagen wie z.B. Windparks eingesetzt werden, um die Konformität zu den Anschlussregeln zu überprüfen.
Unser Alleinstellungsmerkmal und Kundennutzen für Sie nochmals zusammengefasst:

  • Erstellung von Simulationsmodellen auf Basis langjähriger Erfahrungen und Kompetenz bei der Netzintegration von dezentralen Erzeugungseinheiten und -anlagen
  • Technologieübergreifendes Know-How und Kompetenz in diversen Anwendungsbereiche
  • Modellierung in verschiedenen Simulationsumgebungen und Netzberechnungsprogrammen
  • Abgestimmte, entwicklungsbegleitende Modellbildung
  • Unterstützung zur effizienten und abgestimmten Durchführung von Messkampagnen und Typprüfung durch Vorabsimulation
  • Zeitersparnis und Risikominimierung durch Prävalidierung und prozessoptimierte Auswertung während der Testdurchführung
  • Vermeidung kosten- und zeitintensiver Wiederholungsläufe in Messung und Modellierung
  • Schnelle Identifikation von Unzulänglichkeiten zur Gewährleistung eines reibungslosen Nachweisprozesses
  • Modellüberführungen und Transfer in verschiedene Softwareumgebungen
  • Modellvalidierung nach etablierten Standards
  • Fine-tuning und Parameterfitting zur Überprüfung optimierter Einstellwerte
  • Schrittweise und kundenindividuelle Entwicklung
Ihr Ansprechpartner
Julian Langstädtler
Julian Langstädtler
Bereichsleiter Innovation & Consulting
+49 40 76629 2361
julian.langstaedtler@fgh-ma.de