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Abschluss des Verbundprojektes U-Control

Das Projekt U-Control befasste sich im Auftrag des BMWi mit technischen und wirtschaftlichen Untersuchungen von Spannungshaltungskonzepten für die Verteilnetze. Das Verbundvorhaben wurde in Kooperation zwischen der TU Braunschweig, TU München, RWTH Aachen und FGH e.V. sowie mehreren Netzbetreibern und Herstellern bearbeitet und am 28.02.2018 erfolgreich abgeschlossen.

Ausgehend von Simulationen, Labortests und Feldversuchen wurden die Wirksamkeit, Robustheit und Wirtschaftlichkeit der Spannungshaltungskonzepte untersucht. Außerdem wurden Anforderungen an die Parametrierung bezüglich der Stabilität gestellt und Nachweisverfahren formuliert. Die Kernerkenntnisse wurden in Form von Handlungsempfehlung zusammengefasst, die dem Abschlussbericht entnommen werden können, der seit dem 24.09.2018 der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.

So zeigen die Untersuchungen bspw.:

  • dass mithilfe der Q(U)-Regelung bis zu 80 % der Jahresblindenergie gegenüber einem fest eingestellten cosϕ eingespart werden kann,
  • dass der Einsatz der Q(U)-Regelung unnötige Schalthandlungen eines rONT verhindern kann (im Vergleich zu einer cosϕ(P)-Steuerung),
  • dass bei hohen erwarteten Durchdringungsgraden die geringsten Netzausbaukosten durch die Kombination von Q(U) und rONT erreicht werden und
  • dass eine kombinierte Netzausbauplanung für MS und NS erhebliche Einsparpotentiale heben kann.

Die Erkenntnisse des Projekts flossen neben dem Abschlussbericht und zahlreichen Veröffentlichungen durch einen FGH Vertreter auch direkt in die Projektgruppe zur Novellierung der VDE-AR-N 4105 ein. Der Fokus lag hier insbesondere auf den Anforderungen an eine effiziente und robuste Q(U)-Regelung.

--- Der Inhalt dieses Textes ist ausschließlich für den internen Gebrauch durch FGH Mitarbeiter bestimmt ---

Ihr Ansprechpartner
Mathias Schöneberger
Mathias Schöneberger
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
+49 241 997857-241
mathias.schoeneberger@fgh-ma.de