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Abschluss des Verbundprojektes NetzHarmonie

Zum 30.09.2018 wurde das vom BMWi geförderte Projekt NetzHarmonie unter Beteiligung von 17 Projektpartnern aus den Bereichen Forschung, Industrie, Zertifizierung, Dienstleistung und Netzbetrieb nach fast 4 Jahren Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Eine wesentliche Erkenntnis ist die Modellierung von Oberschwingungsquellen mit frequenzabhängiger Innenimpedanz gegenüber der Modellierung ohne. Die frequenzabhängige Innenimpedanz ist im Zusammenwirken mit der frequenzabhängigen Netzimpedanz entscheidend für die Emission von Oberschwingungen, wobei insbesondere Netzresonanzen wichtige Einflussfaktoren sind. Daher ist die Kenntnis der Netzimpedanz mit ihren Netzresonanzen bei der Netzanschlussbewertung bedeutend. Die quellenbasierten Oberschwingungen moderner Umrichter an einem „sauberen“ Netz hingehen sind zu vernachlässigen. 

Neben den Impedanzverhältnissen am Anschlusspunkt sind ebenfalls der Arbeitspunkt des Umrichters sowie die Netzvorbelastung wichtige Einflussfaktoren auf die Oberschwingungsemission einer Anlage. Weiterhin konnte gezeigt werden, dass gemessene Impedanzwerte mit Berechnungswerkzeugen wie INTEGRAL im Bereich der ersten Resonanz-stelle adäquat nachgebildet werden können und im weiteren Verlauf zumindest die Resonanzfrequenzen getroffen werden, wohingegen Dämpfungseffekte nicht korrekt abgebildet werden. Im Rahmen simulativer Untersuchungen wurde gezeigt, dass die Modellierung unterlagerter Netzebenen großen Einfluss auf die resultierende Netzimpedanz sowie den Oberschwingungspegel hat. Eine Modellierung mit einem möglichst genauen Verlauf der unterlagerten Netzimpedanz ist daher ratsam. Weiterhin wurden die Bewertungsgleichungen für Oberschwingungsstromgrenzwerte erweitert, um allzu restriktive Grenzwerte zu vermeiden. Ein wichtiges Hilfsmittel dabei ist die genauere Kenntnis der Netzresonanzstellen.

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Max Hoven
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