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FGH  gewinnt GIZ-Ausschreibung für ein technisches Beratungsprojekt für das griechische Verteilnetz

Das griechische Verteilnetz ist geprägt von einer zunehmenden dezentralen Einspeisung mit einem hohen Anteil volatiler Energiequellen, wie beispielsweise Wind- und Solarenergie. Diese Entwicklung stellt hohe Anforderungen an das Netz, insbesondere in den Bereichen Spannungsstabilität, Frequenzregelung und bei lokalen Überlastungen. In den vergangenen Jahren wurden deshalb verschiedene Vorschläge und Tools erarbeitet, um diese Entwicklung auszugleichen und die Systemstabilität auch weiterhin zu gewährleisten.

Da es in Griechenland bisher aber nur wenig Erfahrungen mit dem Einsatz von Flexibilitäten im Verteilnetz gibt, setzte die „Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH“ im Namen des BMWi ein Projekt auf, dessen Ziel eine umfassende technische Beratung des griechischen Verteilnetzbetreibers ist. Der Fokus der Untersuchung, die bis Ende Februar 2019 abgeschlossen sein soll, liegt dabei auf steuerbaren Lasten sowie dem Einsatz von Speichern. Hierfür sollen zunächst Gesetze und regulatorische Vorgaben auf europäischer Ebene sowie die Erfahrungen anderer europäischer Verteilnetzbetreiber für den Einsatz von steuerbaren Lasten analysiert und verglichen werden und in einen Kontext mit den aktuellen griechischen Anforderungen und Vorgaben gesetzt werden. Aufbauend darauf wird ein Vorschlag für die technischen Anforderungen und die Kommunikation, das Vertragssystem sowie die Erstattung für die Implementierung steuerbarer Lasten und Produktdesigns erarbeitet.

Des Weiteren sollen technische Bedingungen für den Netzanschluss und Betrieb von Speichersystemen erarbeitet sowie ein Nachweisprozess definiert werden. Hierfür werden zunächst die aktuellen griechischen Netzanschlussforderungen analysiert und in einem europäischen Kontext betrachtet. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, wie zukünftig steuerbare Lasten eingesetzt werden können, um Netzengpässe zu vermeiden und die Spannungsstabilität zu gewährleisten. Auf Basis dieser Analyse sollen in einem zweiten Schritt dann konkrete Empfehlungen für das griechische Netz erarbeitet werden.  

Ihr Ansprechpartner
Stephan Brandt
Stephan Brandt
Netzintegration dezentraler Erzeugungsanlagen
+49 241 997857-178
stephan.brandt@fgh-ma.de