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Einzelnachweisverfahren – Vollumfängliche Prozessbegleitung bei jedem Projektschritt

Die FGH bietet ihren Kunden für das Einzelnachweisverfahren (ENV) die gesamte Projektkoordination - von der Antragstellung über die Modellierung und Vermessung bis hin zur Zertifizierung - an und konnte dabei bereits erfolgreich Projekte mit verschiedenen Auftraggebern und Einzel-Kraftwerksleistungen bis nahezu 100 MW abschließen. Entsprechend zog die Ausstellung der ersten Anlagenzertifikate nach dem Einzelnachweisverfahren inzwischen weitere Beauftragungen nach sich, was die produktive Pionierarbeit der FGH in diesem Gebiet bestätigt. So erfolgte erst jüngst die Beauftragung für die Nachweisführung eines Kraftwerks mit knapp 500 MW.

Bei Anlagen, in welchen eine klassische Fault-Ride-Through (FRT) Messdurchführung nicht möglich ist, ist die Einheitenzertifizierung als Grundlage der Konformitätsbewertung ausgeschlossen. Das Einzelnachweisverfahren ermöglicht dennoch eine Zertifizierung der gesamten Erzeugungsanlage auf der Projektebene.

Hintergrund und Ablauf des ENV

Das ENV ist ein prinzipiell zweistufiges Verfahren. In einem ersten Schritt wird im Rahmen einer vorläufigen Konformitätsstudie ein rein simulativer Nachweis bezüglich der Einhaltung der anzuwendenden Netzanschlussregel durchgeführt, auf dessen Basis ein vorläufiges Anlagenzertifikat (S1) ausgestellt wird. Nach Inbetriebnahme der Anlage erfolgt dann eine umfangreiche Vermessung. Auf Basis der Messergebnisse werden validierte Simulationsmodelle erstellt, die gemeinsam mit den Messergebnissen in die endgültige Konformitätsstudie einfließen. Aufbauend auf dieser Konformitätsstudie wird dann das endgültige Anlagenzertifikat (S2) erstellt.

Dieses neuartige Verfahren ist für Erzeugungstechnologien mit Synchrongeneratoren jeder Leistungsklasse anwendbar, eignet sich jedoch insbesondere für sehr leistungsstarke Generatoren. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern kann die FGH das vollständige Leistungsspektrum inklusive Vermessung, Modellierung, Konformitätsstudien und Zertifizierung und damit jegliche Dienstleistungen zum Durchlaufen des ENV abdecken. Die Modellierung umfasst dabei die Erstellung von Simulationsmodellen für Typ 1-Erzeugungseinheiten, die fallbezogene Optimierung dieser Modelle und schließlich deren Validierung nach den Vorgaben der FGW TR4.

Projektbeispiele

So wurde in einem Industriebetrieb wurde für die betrachtungsrelevante Gasturbine in der MW-Klasse eine Modellimplementierung in DIgSILENT PowerFactory durchgeführt, welche zur vorläufigen Konformitätsstudie durch die FGH diente. Nach erfolgter Vor-Ort-Vermessung der Anlage durch das FGH Prüflabor konnte die FGH Zertifizierungsgesellschaft mbH das Anlagenzertifikat S1 ausstellen. Im   Anschluss an die Inbetriebnahme der Erzeugungsanlage, die Modelloptimierung und -validierung sowie die endgültige Konformitätsstudie erfolgte die Ausstellung des Anlagenzertifikats S2.

Ebenso wurde das Verfahren in einer Fabrik mit einem angeschlossenen Kraftwerk und einer elektrischen Nennleistung von insgesamt ca. 90 MW angewandt. Solche Anlagen stellen in der Vermessung eine große Herausforderung dar, weil im Vorfeld eine besondere Beachtung der Netzrückwirkungen und der Einflüsse auf die angeschlossenen Kundenanlagen während der Tests getätigt werden muss. Mit erfolgreicher Durchführung der Messkampagne erfolgt aktuell die abschließende Zertifizierung. Weitere Zertifikate wurden darüber hinaus im Rahmen des S1-Schrittes ausgestellt.

Das Einzelnachweisverfahren als innovative Dienstleistung wird durch die FGH vollumfänglich begleitet, was eine ausgezeichnete Abstimmung und ein  nahtloses Anknüpfen der einzelnen Prozessschritte garantiert. Die FGH unterstützt dabei Absprachen mit Netzbetreibern, Auftraggebern, Lieferanten und weiteren Schnittstellen sowie die terminliche und inhaltliche Koordination und bietet daher das Einzelnachweisverfahren „aus einem Guss“.

Ihr Ansprechpartner
Syed Mansoor Ali
Syed Mansoor Ali
Bereichsleiter Innovation & Consulting
+49 241 997857-255
syedmansoor.ali@fgh-ma.de